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Unser Geldsystem - Ein System mit Verfallsdatum

breitband:

Kurz, knapp und prägnant formuliert, weswegen das derzeitige auf Zins und Zinseszins beruhende System nicht funktionieren kann.

Großartig!

Warscheinlich für keinen meiner Follower etwas Neues, aber trotzdem nett anzusehen und weiterzugeben!

Kapitalismus: System der Schuld

cg-nolte:

Jetzt sind es also die Griechen, die über ihre Verhältnisse gelebt und deswegen Schulden haben. Schön, dass die Medien und der Pöbel wieder jemanden finden, der an allem Schuld ist. Dabei übersehen wir glatt, dass wir alle Schuldner_innen sind, jeder Staat und jeder Mensch.

Wer ohne Schulden ist, der werfe den ersten Stein! Genau genommen kommt, dank horrender Staatsschulden, bereits jedes Kind mit Schulden auf die Welt. Dabei werden es nicht weniger Schulden, sondern nahezu in jeder Nation mehr! Wenn wir das für den „goldenen Westen“ noch mit der insgesamt sinkenden Bevölkerung verrechnen, dann kommen immer mehr Schulden auf immer weniger Menschen.

Wir geben uns gegenseitig Kredite auf Kosten zukünftiger Generationen, die wir vermutlich nie selber erleben werden. Diese zukünftigen Erdenbürger sollen, in der Theorie, die Schulden aufgrund besserer Technologie und daraus resultierender höhere Produktivität eines Tages ganz einfach zurückzahlen können. Dabei hinterlassen wir ihnen alles andere als gute Startvoraussetzungen: Atommüll, strahlenverseuchte Landstriche, gerodete Wälder, vergiftete Flüsse, aufgezehrte fossile Rohstoffe, ungelöste Probleme der Klimaerwärmung und vieles mehr. Wir scheinen übertrieben optimistisch, wenn wir meinen, dass unsere Kindeskinder mit dieser geschundenen Welt einmal unsere Schulden zurückzahlen können oder wollen.

Im Gegenteil, in Griechenland und Spanien demonstrieren bereits heute junge Menschen auf den Straßen, die es zurecht nicht mehr einsehen, für Schulden zu Arbeiten und Steuern zu zahlen, die sie selber gar nicht gemacht haben. Manche stellen sogar endlich wieder die Systemfrage: Ist es fair, in einem System zu leben, welches einem Menschen ohne Wahl die fremde Schulden aufzwingt? Ein System, welches im Großen handelt, wie die skrupellosen Teppichhändler in der Dritten Welt es im Kleinen tun, indem sie Kinder an Webstühlen die fiktiven Schulden ihrer Eltern abarbeiten lassen.

Es ist nichts anderes als Zwangsarbeit, verschleierte Versklavung, die alle Menschen daran hindert sich frei zu entfalten und ihnen Freiheiten und Entscheidungsmöglichkeiten nimmt. Wir sind alle gezwungen Schulden abzuarbeiten, die uns von Dritten vermacht wurden. Ein großer Teil der von uns gezahlten Steuern wird für Zinszahlung und Schuldentilgung aufgebracht, anstatt für gemeinnützige Infrastruktur (wie z.B. Kindergärten, Schulen, Universitäten und Krankenhäuser). Dabei scheint es egal wie sehr wir uns auch bemühen, es werden immer mehr Schulden, die wir wiederum weiter vererben.

Das Paradoxon der Schuldentilgung kommt zu seinem Höhepunkt, wenn staatliche Unternehmungen privatisiert werden, nur um dem Staat kurzfristig Geld zu verschaffen, damit dieser handlungsfähig bleibt. Langfristig jedoch werden dabei wieder mehr Schulden geschaffen, da der Staat oder die einzelnen Individuen für die Nutzung mehr zahlen müssen, als vor der Privatisierung. Zu Beobachten ist dieser Effekt zum Beispiel beim Öffentliche Nahverkehr, oder der Energieversorgung.

Es gibt nur eine Möglichkeit aus diesem Teufelskreis der Schulden und der daraus resultierenden Fronarbeit auszubrechen: Wir müssen das System an sich in Frage stellen und auf internationaler Ebene eine gemeinsame, solidarische Lösung finden! Es gilt das System zu überwinden, das uns alle, vom einzelnen Menschen bis zum Staat, in Konkurrenz zueinander stellt und von dem nur eine unbedeutende Minderheit profitiert. Denn das sind wir zukünftigen Generationen schuldig!

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