Posts filled under: kapitalismus

grantelhuber:

Die vielen Glücksversprechen des Kapitalismus: Fortschritt, Fortschritt, Fortschritt

grantelhuber:

Die vielen Glücksversprechen des Kapitalismus: Fortschritt, Fortschritt, Fortschritt

Unser Geldsystem - Ein System mit Verfallsdatum

breitband:

Kurz, knapp und prägnant formuliert, weswegen das derzeitige auf Zins und Zinseszins beruhende System nicht funktionieren kann.

Großartig!

Warscheinlich für keinen meiner Follower etwas Neues, aber trotzdem nett anzusehen und weiterzugeben!

Vom Wahnwitz unserer Konsumgesellschaft - Wirtschaft/Finanzen

thetousle:

“Der Wachstumsgedanke steckt schon in den Vorstellungen über uns selbst. Nur: Wie ist er dort hineingekommen? So etwas wie eine Biografie, ein selbst gestaltbarer Lebenslauf, war für Menschen vor der industriellen Revolution ein Luxus, den sich nur wenige leisten konnten. Unter vormodernen Verhältnissen herrschten göttlicher Wille und fest gefügte Ordnung. Das Leben der meisten Menschen verlief in vorgezeichneten Bahnen: Man lebt, arbeitet, heiratet und stirbt so, wie es von Geburt festgelegt ist; erst mit dem massenhaften Arbeitskräftebedarf der neu entstehenden Industrien im 19. Jahrhundert wird die Loslösung aus der Vorbestimmung möglich: Die Menschen werden »frei, ihre Haut zu Markte zu tragen«, wie Karl Marx gesagt hat. Erst damit werden sie verantwortlich für ihre eigene Biografie. Zu dieser Zeit entsteht auch erstmals eine Pädagogik, die von der Vorstellung getragen ist, dass die »Anlagen« der Kinder unter bestimmten Bedingungen besser oder schlechter »entwickelt« werden können. Der Mensch ist jetzt nicht mehr, wie er eben ist, sondern kann etwas aus sich machen. Er wird seines Glückes Schmied. Er kann sich bilden, sich entfalten, etwas erreichen. Ich wachse, also bin ich.”

40,9 Prozent sind schon glücklich

kleinkraemerin:

In einem Königreich im Himalaya gilt nicht das Wirtschaftswachstum als Maß der Dinge, sondern die Zufriedenheit seiner Einwohner.

Ich ziehe nach Bhutan.

Patient tot, Operation geglückt

briefwechsel:

Lieber J,

wenn sich bei kranken alten Menschen das Ende abzeichnet, häufen sich oft über einen längeren Zeitraum Krankenhausaufenthalte und Operationen. Für die Verwandten ist das Warten, das Bangen um den geliebten Menschen und das Wechselspiel von Aufatmen und neuen Schreckensnachrichten irgendwann so anstrengend, dass sie sich wünschen, die Sache könnte langsam auch mal vorbei gehen. Da spielt natürlich Mitgefühl die dominierende Rolle, aber auch die eigene ehrliche Ermüdung.

Ich bin jetzt so weit mit unserem Finanzsystem. Ich kann es nicht mehr hören und sehen. Ich möchte nicht mehr von “Rettungsaktionen” lesen und dann im Radio hören, dass deren “Wirkung schon verpufft” ist. Ich möchte auch nicht mehr täglich die Worte “Krise” und “Gefahr” hören. Mein Gehirn kann das nicht verarbeiten, das merke ich daran, dass es mich völlig kalt lässt. Ich bin der Anteilnahme müde geworden. Bitte, gebt uns ein wenig Ruhe. Lasst die Politiker mal wieder Politik machen. Gönnt dem Finanzkapitalismus einen würdevollen Abschied und dann lasst uns alle weiterleben.

Grüße
A.

Die westliche Kapitalherrschaft hat ja eh nicht mehr lange…

Der Komplex ist mir viel zu kompliziert, um das zu beurteilen. Das ist vielleicht sogar Teil des Problems. Dass es eben nicht mehr so ist, dass jemand ein Boot baut, um Leute zu befördern und sich dafür Geld leiht, um es zu bauen und dafür ein wenig mehr Geld zurückzahlen muss. Sondern dass man jetzt darauf wetten kann, wie schnell das Boot gebaut wird, wann das Boot untergeht, wie viele Leute dabei umkommen, und der Geldleiher selber eine Torpedofabrik hat, um das Boot zu versenken.

Thees Uhlmann, Musiker und Autor (via torstenbeeck)

rubenbuben:

Eine erschreckende Doku des NDRs aus dem letzten Jahr, an die uns die Onlineaktivisten.de gerade zurück erinnern ließen. Ein Film von Christoph Lütgert und bemerkenswerte Redaktionsarbeit des NDR. Krasser Shit! Vielen Dank!

Im Anschluss empfehlen wir noch das kurze Interview und die weiterführenden Links in diesem Video:

Neues vom KIK-Menschenrechts-Discounter

“Das Versprechen des Textildiscounters KiK klingt verlockend: Komplett Einkleiden für unter 30 Euro, von der Socke bis zur Mütze. Mit dieser aggressiven Preispolitik hat es KiK im Einzelhandel ganz nach oben geschafft. Beinahe täglich eröffnen neue Filialen.

Das Unternehmen ködert die Kunden mit fast unglaublichen Angeboten: Jeans für 9,99 Euro, Bermudas für 3,99 Euro, T-Shirts für 1,99 Euro.

Doch wie kommen diese Schleuderpreise zustande — und wer muss dafür bezahlen? Eine Reportage aus der Welt von Dumpinglöhnen, Ausbeutung und fragwürdigen Geschäftsmethoden.” (Quelle: ARDYoutubeChannel)

/Ruben

Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden.

— John Maynard Keynes

Kapitalismus: System der Schuld

cg-nolte:

Jetzt sind es also die Griechen, die über ihre Verhältnisse gelebt und deswegen Schulden haben. Schön, dass die Medien und der Pöbel wieder jemanden finden, der an allem Schuld ist. Dabei übersehen wir glatt, dass wir alle Schuldner_innen sind, jeder Staat und jeder Mensch.

Wer ohne Schulden ist, der werfe den ersten Stein! Genau genommen kommt, dank horrender Staatsschulden, bereits jedes Kind mit Schulden auf die Welt. Dabei werden es nicht weniger Schulden, sondern nahezu in jeder Nation mehr! Wenn wir das für den „goldenen Westen“ noch mit der insgesamt sinkenden Bevölkerung verrechnen, dann kommen immer mehr Schulden auf immer weniger Menschen.

Wir geben uns gegenseitig Kredite auf Kosten zukünftiger Generationen, die wir vermutlich nie selber erleben werden. Diese zukünftigen Erdenbürger sollen, in der Theorie, die Schulden aufgrund besserer Technologie und daraus resultierender höhere Produktivität eines Tages ganz einfach zurückzahlen können. Dabei hinterlassen wir ihnen alles andere als gute Startvoraussetzungen: Atommüll, strahlenverseuchte Landstriche, gerodete Wälder, vergiftete Flüsse, aufgezehrte fossile Rohstoffe, ungelöste Probleme der Klimaerwärmung und vieles mehr. Wir scheinen übertrieben optimistisch, wenn wir meinen, dass unsere Kindeskinder mit dieser geschundenen Welt einmal unsere Schulden zurückzahlen können oder wollen.

Im Gegenteil, in Griechenland und Spanien demonstrieren bereits heute junge Menschen auf den Straßen, die es zurecht nicht mehr einsehen, für Schulden zu Arbeiten und Steuern zu zahlen, die sie selber gar nicht gemacht haben. Manche stellen sogar endlich wieder die Systemfrage: Ist es fair, in einem System zu leben, welches einem Menschen ohne Wahl die fremde Schulden aufzwingt? Ein System, welches im Großen handelt, wie die skrupellosen Teppichhändler in der Dritten Welt es im Kleinen tun, indem sie Kinder an Webstühlen die fiktiven Schulden ihrer Eltern abarbeiten lassen.

Es ist nichts anderes als Zwangsarbeit, verschleierte Versklavung, die alle Menschen daran hindert sich frei zu entfalten und ihnen Freiheiten und Entscheidungsmöglichkeiten nimmt. Wir sind alle gezwungen Schulden abzuarbeiten, die uns von Dritten vermacht wurden. Ein großer Teil der von uns gezahlten Steuern wird für Zinszahlung und Schuldentilgung aufgebracht, anstatt für gemeinnützige Infrastruktur (wie z.B. Kindergärten, Schulen, Universitäten und Krankenhäuser). Dabei scheint es egal wie sehr wir uns auch bemühen, es werden immer mehr Schulden, die wir wiederum weiter vererben.

Das Paradoxon der Schuldentilgung kommt zu seinem Höhepunkt, wenn staatliche Unternehmungen privatisiert werden, nur um dem Staat kurzfristig Geld zu verschaffen, damit dieser handlungsfähig bleibt. Langfristig jedoch werden dabei wieder mehr Schulden geschaffen, da der Staat oder die einzelnen Individuen für die Nutzung mehr zahlen müssen, als vor der Privatisierung. Zu Beobachten ist dieser Effekt zum Beispiel beim Öffentliche Nahverkehr, oder der Energieversorgung.

Es gibt nur eine Möglichkeit aus diesem Teufelskreis der Schulden und der daraus resultierenden Fronarbeit auszubrechen: Wir müssen das System an sich in Frage stellen und auf internationaler Ebene eine gemeinsame, solidarische Lösung finden! Es gilt das System zu überwinden, das uns alle, vom einzelnen Menschen bis zum Staat, in Konkurrenz zueinander stellt und von dem nur eine unbedeutende Minderheit profitiert. Denn das sind wir zukünftigen Generationen schuldig!

Top of Page